Archives

Einigkeit und Recht und Denglisch

Die Beschäftigung mit der deutschen Sprache in einem meiner vorhergehenden Beiträge, hat mich dazu inspiriert, einmal zu untersuchen, wie wenig von der deutschen Sprache noch im Denglisch- Dschungel übrig geblieben ist. Eigentlich, so scheint es mir, nicht mehr sehr viel.

Oder weiß jemand von Ihnen noch etwas mit dem Wort „Backfisch“ anzufangen? Ist der Ausdruck „Traute“ bekannt, oder wie wäre es mit dem Begriff „Beinkleid“? Nein, damit rede ich in keiner Weise dem deutschen Sprachgebrauch des 18. Jahrhunderts das Wort, und ja, ich weiß auch, dass Sprache lebt!

Dennoch, und daran besteht für mich kein Zweifel, gehen die Wenigsten sorgfältig mit dem Deutschen um. Im Dickicht des denglischen Sprachgebrauchs wissen viele Menschen häufig schon gar nicht mehr die deutsche Entsprechung eines Wortes.

Da geht es um „coolen Mainstream“, der „Deal“ wurde am „point of sale“ mit „shake hands“ besiegelt, und das „Meeting“ startet am nächsten Tag um 10 Uhr. Unter empfohlenen Produkten gilt es, sich das absolute „Must have“ zu sichern, und Unternehmer sollten auf jeden Fall ein „Give Away“ bereit halten, um das „Label“ ihrer Firma zu festigen. „Nice to have“ ist das „Sweat- Shirt“, das absolut „trendy“ ist und mit passenden „Sneakers“, „Leggins“ oder auch einer „recycelten Jeans“, den „casual Look“ hervorragend abbildet. Wer seinen „Business Look“ ausziehen und das „Sabbatical“ antreten möchte, ist richtig „tough“, denn er/sie erkennt die Zeichen der Zeit und tut auch etwas „für“ sein/ihr „anti- aging“. Mit „Hoodies“ bewaffnet, kann er/sie einmal so richtig nach Herzenslust „chillen“ und viele „Selfies“ an seine/ihre „Fan“- Gemeinde versenden. Danach nimmt er/sie vielleicht in einer „coolen Location“ noch einen köstlichen „Drink“, bevor er/sie dann ins Bett geht.

„Teenies“ und „Kids“ sind als „User“ im Internet aktiv, „googlen“ nach Herzenslust und finden es „groovy“, sich auf „Social Network“- Plattformen zu tummeln, um zu „liken“ oder einen „Shitstorm“ ins Leben zu rufen. Wir erzählen „Storys“, „loaden down“, machen „back ups“ und geben ein „commitment“ ab. Vielleicht achten wir auf unsere schlanke Linie und verzehren „Light- Produkte“, damit unsere Figur immer „stylisch“ aussieht. Denn wir wollen keine „Underdogs“ sein und auch keinen „Bullshit“ reden, dafür jedoch jeden „Hype“ mitmachen. Immer „up to date“, finden wir vieles „easy“ und haben so einige „Favorites“. Wir interessieren uns für „VIPs“ in einer „Game- Show“, lieben es, „Back Stage“ ganz nah dabei zu sein und suchen danach eine geeignete „Location“ um dieses „Event“ gebührend zu begießen!

„Wo ist denn diese Location?“ „Das kann ich Dir jetzt so schnell nicht erklären. Aber du weißt ja sicher, wo der „Meeting Point“ ist, nicht wahr? Da treffen wir uns später, und ich erklär dir die „Basics“, „o.K.“?

Read more →

 

Google Panda Update

Oder: Die inhaltliche Gestaltung von Webseiten

Seit der Einführung dieses Algorithmus liegt der Fokus zunehmend auf der inhaltlichen Gestaltung von Webseiten. Das bedeutet, die Konzentration von Google & Co richtet sich auf die Inhalte der World- Wide- Webseiten sowie deren Qualität und Einzigartigkeit. Die Anwendung des zu Recht viel beschworenen „unique content“, also des einmaligen, besonderen Inhalts, erlaubt keine Kopien oder Duplizierungen anderer textlicher Inhalte. Weiterhin müssen die Artikel den User informieren, für ihn hilfreich und damit weiter führend sein. Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch die inhaltlich passende Darstellung der so genannten „Meta- Informationen“, wie der Titel der Seite und die Meta- Beschreibung. Ebenso ist der SINNVOLLE Einsatz von Keywords, also Schlüsselwörtern, bedeutsam.

Kein Keyword- Stuffing!

Die gesteigerte Verwendung derselben Keywörter jedoch führt zu negativer Wertung, ebenso wie formale oder inhaltliche Fehler, mangelhafte Orthographie und Interpunktion. Auch so genannter „boilerplate content“, das ist ein gleichbleibender Block, der sich meist am Ende eines Textes befindet, führt bei Google zu einer Abwertung. Entscheidend für eine negative Bewertung sind außerdem lange Ladezeiten, eine hohe Absprungrate der User und übermäßig platzierte Werbeanzeigen. Solche Web- Auftritte sind nicht geeignet, ein gutes Ranking durch Google Panda zu erreichen. Die Benutzerfreundlichkeit (Usability) sowie der barrierefreie Zugang der Webseite (Accessibility) spielen ebenfalls eine Rolle.

Wie können Sie nun entscheiden, ob es sich bei einem Artikel um wirklich guten Content handelt?

Hervorragende Berichte, Beschreibungen und alle anderen textlichen Nuancierungen haben einen gemeinsamen Erkennungswert: Sie behandeln ein Thema detaillierter und ausführlicher als qualitativ minderwertige Inhalte, und sie sind leicht verständlich geschrieben. Daher ist es nicht überraschend, dass Websites mit diesen Attributen höhere Klickraten und eine längere Verweildauer aufweisen.

Nicht nur Google Algorithmen werden zunehmend intelligenter

Zunehmend entwickeln Suchmaschinen ein immer besser werdendes „Verständnis“ für die Suchabsichten sowie den Stellenwert der Suchanfragen. Diese Tatsachen wiederum verbessern die Selektionsmöglichkeiten und damit die Anzeigen der gewünschten Suchergebnisse. Dass bedeutet, das SEO, also die Suchmaschinenoptimierung, mehr und mehr zu einer ganzheitlichen Fachrichtung wird. Denn schon seit langer Zeit ist es nicht ausreichend, lediglich auf ein einzelnes Schlüsselwort hin zu optimieren und zu ranken, sondern aussagefähiger Content muss für ganze Themenbereiche relevant sein und damit mehrere Segmente abdecken können. An oberster Stelle gelistete Websites bestechen meist mit mehr Text und einer größeren Fülle der Medienintegration, als dies noch vor einigen Jahren üblich war.

Keine Regel ohne Ausnahme

Für Websites, die keine so genannten „Marken- Websites“ sind, sind die Anforderungen nicht halb so hoch wie für die Seiten ohne Brands. So scheint das Top- Ranking diverser Suchanfragen für bekannte Marken regelrecht reserviert zu sein. Jedoch kleine Domains, die auf spezielle Nischen- Themen spezialisiert sind, können zum Teil dennoch in ihrem Bereich vordere Plätze bei Google & Co vor den großen Marken- Websites „ergattern“.

Ausblick

Diese Darlegung, so wünsche ich mir, soll Ihnen, wenn Ihre Seite nicht zu den großen Markenseiten gehört, ein Ansporn sein, Ihr besonderes Augenmerk auf die Erstellung wesentlicher und gut geschriebener Inhalte zu legen. Denn nicht umsonst verschwinden ungezählte Webauftritte „im Bauch“ des World Wide Web!

Read more →

 

Für SEO benötigen Sie viel Zeit

Als Faustregel gilt: Wesentlich für den dauerhaften Erfolg Ihrer Website ist kontinuierlicher guter content, also Inhalte, die interessieren, informieren und damit dem Leser einen echten Mehrwert bieten. Daher kann sich der Erfolg auch nicht im Handumdrehen einstellen.

Nutzen Sie häufig verwendete Suchbegriffe

Wenn Sie in Ihren Web-Shop zum Beispiel Hosen verkaufen, sollten Sie nicht nur diesen Begriff verwenden, sondern bei Ihrer Textgestaltung auch nach Synonymen suchen. Diese könnten beispielsweise „Leggins“, „kurze Hosen“, Flanellhosen“ oder „Lederhosen“ sein. Benutzen Sie etwa das etwas altertümliche Wort „Beinkleid“, so können Sie davon ausgehen, dass dieser Begriff nicht gerade häufig bei Google & Co eingegeben wird, wenn ein User auf der Suche nach „Hosen“ ist. Google AdWords besitzt ein Keyword- Tool, das Ihnen helfen kann, geeignete Synonyme zu finden.

Achten Sie auf die optimale Beschreibung Ihrer Seite

In den Ergebnislisten finden Sie immer eine kurze Beschreibung dessen vor, was auf der Website zu lesen ist. Diese nennt Google „Snippet“, was übersetzt in etwa „Schnipsel“ heißt. Das ist ein kurzer Teaser- Text, der die Suchergebnisse bei diversen Suchmaschinen beschreibt. Füllen Sie diesen vollständig aus und beschreiben Sie verständlich, worum es auf Ihrer Webseite geht. Dieser Teaser- Text bestimmt die Zeilen Ihrer Webseitenbeschreibung. Der Title Tag, als einer der wichtigsten Faktoren für ein hohes Ranking in den Suchmaschinen, ist als Überschrift sichtbar, die Meta- Description enthält eine kurzen Auszug des Textes. Auf jeder HTML Seite sollte ein solcher Title Tag, als Teil des HTML Codes, zu finden sein, denn dieser animiert im Idealfall den User zum Anklicken Ihrer Webseite.

Schauen Sie sich von anderen Webseiten ab, wie´s geht

Welche Webseiten erscheinen vor Ihrer im Google- Ranking? Welche Keywords werden benutzt, und welche Länge haben die Texte? Letztgenanntes Kriterium ist aus folgendem Grund wichtig: Schreiben thematisch ähnliche Webseiten lediglich zum Beispiel zwei Zeilen Sie jedoch sechs oder sieben, denken Google & Co, dass Sie mehr zu diesem Themenkomplex zu sagen respektive zu schreiben wissen und belohnen Ihre Website mit einer besseren Platzierung!

Read more →